Johanna Schwarz

Anatomie der Melancholie

Trilogie Melancholie und Ironie, 3. Teil
Objekte und Collagen
Ausstellung: Der subversive Geist, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, 2014

Inspirationsquelle ihrer aktuellen Werkreihe Anatomie der Melancholie ist Robert Burtons gleichnamige phänomenologische Untersuchung des (krankhaften) Gemütszustandes, der zu den vier Temperamenten gehört und in besonderer Weise mit dem Künstlertum in Verbindung gebracht wird. 1621 unter dem Pseudonym Democritus Junior veröffentlicht, reflektiert der anglikanische Geistliche und Schriftsteller in seinem bekannten Traktat die Ursachen, Symptome und Heilungschancen der Schwermut unter Berücksichtigung von kulturhistorischen, philosophischen, theologischen und psychologischen Gesichtspunkten.

Johanna Schwarz nimmt mit ihren aus Fundstücken angefertigten Objekten und Arbeiten auf Papier assoziativ auf Burtons Erkenntnisse Bezug und präsentiert einer Wunderkammer gleich Vogelgerippe, Zwitterwesen, Eselcollagen sowie Büsten von Sinnenden und Dilettanten.

Auszug Katalogtext Anja Bauer, Kunstmuseum Alte Post, Mülheim an der Ruhr
Fotos Alexander Voß

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